Pendlerinnen und Pendler warten auf Lösungen

Überfüllte Züge, Ausfälle und Kurzzüge gehören für tausende Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher längst zum Alltag. Mit den zusätzlichen Streckensperren in Wien droht die Situation weiter zu eskalieren. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Pendlerinnen und Pendler.

Für Josef Hager, Bundesobmann-Stellvertreter der Pendlerinitiative Austria, ist die Lage nicht länger hinnehmbar: „Jeden Tag verlieren Menschen Zeit, Nerven und oft auch Geld. Während die Probleme auf den Bahnstrecken immer größer werden, hört man vom zuständigen Verkehrslandesrat vor allem eines: zu wenig.“

Hager übt scharfe Kritik an Landesrat Udo Landbauer: „Wer für den öffentlichen Verkehr zuständig ist, muss gerade jetzt liefern. Statt großer Ankündigungen braucht es konkrete Maßnahmen und Druck auf die Verantwortlichen. Die Pendlerinnen und Pendler haben ein Recht auf einen funktionierenden öffentlichen Verkehr.“

Besonders im Umland von Wien stoße das System bereits an seine Grenzen. Überfüllte Züge und unzureichender Schienenersatzverkehr seien für viele längst tägliche Realität. „Die Menschen erwarten sich zu Recht, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Wer jeden Tag zur Arbeit fährt, braucht Verlässlichkeit und keine Ausreden“, so Hager.

Für die Pendlerinitiative Austria ist klar: Jetzt ist Führung gefragt. „Landbauer muss endlich zeigen, dass er Verkehrslandesrat ist und nicht nur Beobachter. Die Probleme liegen auf dem Tisch. Was fehlt, sind Lösungen. Die Geduld der Pendlerinnen und Pendler ist jedenfalls am Ende.“

Abschließend richtet Hager einen klaren Appell an den Verkehrslandesrat: „Weniger Worte, mehr Einsatz für die Menschen. Wer Verantwortung trägt, muss handeln – und zwar jetzt.“